Bochum: Opel: Höhere Abfindungen bei Jobabbau in Bochum

Bochum : Opel: Höhere Abfindungen bei Jobabbau in Bochum

Der Autobauer Opel rückt zwar nicht von dem geplanten Abbau von 1800 Stellen im Werk Bochum ab, hat aber deutliche Zugeständnisse an die Mitarbeiter gemacht. Die Bedingungen für den Jobabbau haben sich jedenfalls aus Arbeitnehmersicht deutlich verbessert. In schwierigen und harten Verhandlungen seien in der Einigungsstelle wichtige Punkte durchgesetzt worden, teilte der Opel-Betriebsrat gestern mit. Auch Opel erklärte, es sei ein Durchbruch gelungen, der wie geplant zügig und sozialverträglich umgesetzt werde".

Die wesentlichen Punkte der Einigung: Die Getriebefertigung, die nach dem Willen der Unternehmensleitung bereits Ende dieses Jahres geschlossen werden sollte, bleibt noch bis Ende 2013. "Das sichert bis dahin 300 Arbeitsplätze", sagte der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel auf Anfrage.

Für diejenigen, die freiwillig in eine Transfergesellschaft oder in das Werk Rüsselsheim wechseln, werden die Konditionen aufgebessert. Wer sich bis 7. Juli für die Transfergesellschaft entscheidet, bekommt weitere acht Brutto-Monatsgehälter als "Mobilitätsprämie". Bei jenen, die sich später entscheiden, werden fünf Bruttogehälter aufgeschlagen.

Betriebsbedingte Kündigungen sollen erst möglich sein, wenn sich bis 15. August nicht genug Mitarbeiter melden, die freiwillig ausscheiden oder wechseln. Außerdem hofft der Betriebsrat, dass sich noch 270 Beschäftigte zwischen 55 und 57 Jahren für die sogenannte "Pension Bridge" (vorgezogene Pensionsverträge) entscheiden.

Insgesamt sei einschließlich der bereits in die Transfergesellschaft oder nach Rüsselsheim gewechselten Mitarbeiter sowie jener, die schon einen Aufhebungsvertrag sicher hätten, eine Lösung für fast 1200 der 1800 abzubauenden Stellen gefunden, sagte Einenkel.

Im März hatte der Autobauer die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern abgebrochen, nachdem zuvor nur ein paar Hundert Beschäftigte die Abfindungsangebote des Unternehmens angenommen hatten.

(RP)
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