Ökonomen: Trotz schwächelnder Wirtschaft weiter viele offene Stellen

Ökonomen stellen fest : Trotz schwächelnder Wirtschaft weiter viele offene Stellen

Trotz schwacher Konjuktur lag die Zahl der offenen Stellen Anfang des Jahres höher als im vergangenen Jahr. Bundesweit kamen damit im ersten Quartal 170 Arbeitslose auf 100 zu besetzende Jobs.

Trotz der schwächelnden Wirtschaft ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in der deutschen Wirtschaft weiterhin groß. Im ersten Quartal habe die Zahl der offenen Stellen mit 1,38 Millionen um 190.000 höher gelegen als vor einem Jahr, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg. Die Erhebung erfasst auch Stellen, die Firmen der örtlichen Arbeitsagentur nicht meldeten. Das IAB ist die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Im Vergleich zum Schlussquartal 2018 sei die Zahl dagegen um 78.000 gesunken, hieß es weiter. Dieser erste stärkere Rückgang der Stellenzahl seit 2016 sollte nach IAB-Einschätzung aber nicht überbewertet werden. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell weiterhin sehr unempfindlich gegenüber den konjunkturellen Gefahren am Horizont“, betonte IAB-Experte Alexander Kubis.

Nach der aktuellen Stellenerhebung gab es in Westdeutschland 1,085 Millionen zu besetzende Jobs, in Ostdeutschland 296.000. Bundesweit kamen damit im ersten Quartal 170 Arbeitslose auf 100 zu besetzende Jobs. In Westdeutschland waren es in dem Zeitraum 160 Arbeitslose, im Osten Deutschlands dagegen 200. Kubis: „Die Personalsuche ist für die Betriebe in vielen Berufen und Regionen zweifellos deutlich schwieriger geworden als früher.“

(lhen/dpa)
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