Sparen in der Energiekrise Konzerne in NRW planen scharfe Sparmaßnahmen für kommenden Winter

Düsseldorf · Der Düsseldorfer Versorger Uniper legt die Hälfte seiner Büroflächen still. Bayer schaltet das Bayer-Kreuz ab. Eon will 20 Prozent Energie einsparen. DGB-Chefin Fahimi warnt den Bund vor einer Homeoffice-Pflicht. Das planen die NRW-Konzerne.

 Die Uniper-Zentrale im Düsseldorfer Medienhafen.

Die Uniper-Zentrale im Düsseldorfer Medienhafen.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Die Konzerne in Nordrhein-Westfalen bereiten sich mit scharfen Sparmaßnahmen auf den Winter vor. Der Gasimporteur Uniper, der mit Milliarden vom Staat gestützt wird, geht mit gutem Beispiel voran und senkt die Temperatur auf 14 Grad. „In der Zentrale in Düsseldorf haben wir das warme Wasser abgestellt und schicken gerade 50 Prozent der Büroflächen in den Winterschlaf. In den betroffenen Gebäudeteilen sind alle Geräte und Lampen ausgestellt, es wird nicht mehr geputzt, wir senken die Temperatur auf 14 Grad“, kündigte Timo Messerschmidt, Leiter von Unipers Facility Management, an. Eine weitere Senkung sei nicht möglich, sonst drohten Schäden am Gebäude durch Kondenswasser. Von den 2500 Uniper-Mitarbeitern in Düsseldorf hat ohnehin keiner mehr ein eigenes Büro, Uniper bietet 1800 Arbeitsplätze zum Einbuchen. In den Büros, in denen weiter gearbeitet wird, senkt Uniper die Temperatur auf 20 Grad.