Wegen riskanter Währungsspekulationen NRW-Kommunen wollen offenbar WestLB verklagen
Köln · Der WestLB droht offenbar neues Ungemach: Nach WDR-Informationen plant eine ganze Reihe von NRW-Kommunen, die Bank wegen riskanter Währungsspekulationen zu verklagen.
Die hatte den Städten und Gemeinden in den vergangenen Jahren so genannte Währungswetten verkauft - spekulative Wertpapiere, mit denen die Kommunen auf die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Schweizer Franken und Euro wetteten. Nach dem enormen Kursanstieg des Franken in diesem Jahr stecken die Kommunen nun tief in den roten Zahlen.
Betroffen sind nach Einschätzung von Insidern über 100 NRW-Kommunen, der potentielle Schaden liegt zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Euro. Nachdem zunächst nur einzelne Städte klagten, haben sich nun eine Reihen von Gemeinden abgestimmt - auf die WestLB rollt eine Klagewelle zu. Den Anfang macht in dieser Woche die Gemeinde Hückeswagen aus dem Bergischen Land, die ihre Klage am Kölner Landgericht einreichen will. Sie will, dass die Geschäfte für nichtig erklärt werden.