Düsseldorf: NRW-Casinos machen anhaltend Verluste

Düsseldorf: NRW-Casinos machen anhaltend Verluste

Am Ende gewinnt die Bank, heißt es. Doch in NRW gilt diese Casino-Weisheit nicht. Die vier staatlichen Spielbanken machen Verluste. Für 2015 rechnet Betreiber Westspiel mit einem Minus von neun Millionen Euro, wie aus der Vorlage für den Haushaltsausschuss des Landtags hervorgeht, der übermorgen tagt. Westspiel ist eine 100-prozentige Tochter der staatlichen NRW.Bank.

Im vergangenen Jahr konnte Westspiel mit den Casinos in Aachen, Dortmund, Duisburg und Bad Oeynhausen nur durch den umstrittenen Verkauf von zwei Warhol-Bildern einen Überschuss erzielen. Westspiel hatte durch den Verkauf 111,4 Millionen Euro erlöst.

Die Branche leidet unter Besucherschwund. Die NRW-Spielbanken zählten 2014 rund 866.000 Besucher, halb so viel wie vor zehn Jahren. Mit einem Sanierungsprogramm, zu dem der Verkauf der Warhols und der Bau einer Spielbank in Köln gehören, soll der Negativtrend gestoppt werden. Die Lage bleibt aber noch lange kritisch, erst 2021 rechnet man wieder mit Gewinn: "Die NRW.Bank und Westspiel gehen davon aus, dass die dargestellten Maßnahmen ausreichen, um ab dem Jahr 2021 wieder positive Ergebnisse erzielen zu können.

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Größte NRW-Spielbank ist die in Duisburg, wo 2014 rund 380.000 Besucher gezählt wurden, fast fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

(dpa/tor)
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