Düsseldorf: NRW bundesweit führend bei Mini-Kraftwerken

Düsseldorf: NRW bundesweit führend bei Mini-Kraftwerken

Die seit kurzem staatlich geförderten Mini-Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplungstechnik (Mini-KWK-Anlagen) boomen. Nach noch nicht veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurden seit Beginn der Förderung vor gut einem Jahr bundesweit 4270 solcher Anlagen gefördert. Die mit Abstand meisten dieser Anlagen werden in NRW betrieben (1006), gefolgt von Bayern (665) und Baden-Württemberg (553).

Mini-KWK-Anlagen werden vor allem in den Heizungskellern von Ein- und Mehrfamilienhäusern installiert. In der Regel wandeln sie Gas in Strom um und nutzen die dabei erzeugte Abwärme für die Warmwassergewinnung und die Heizung. Sie gelten als besonders effizient und als künftiger Star der Energiewende, weil sie die Unabhängigkeit von den großen Stromnetzen vergrößern und zum Beispiel Solaranlagen an sonnenarmen Tagen ersetzen.

Das Bafa hat die seit April 2012 installierten Anlagen mit einer Gesamtleistung von fast 19 Megawatt gefördert. Das entspricht in etwa der Leistung eines kleineren Braunkohlekraftwerkes. Die Fördersumme betrug neun Millionen Euro, eine Anlage kostet im Schnitt 17 000 Euro. Die Bafa-Förderung der Anlagen liegt zwischen 1500 und 3500 Euro.

NRW stellt bis 2020 zusätzliche Fördergelder in Höhe von 250 Millionen Euro bereit. Reiner Priggen, Chef der Grünen im NRW-Landtag zur KWK-Vorreiterrolle des Landes: "Der bisherige Erfolg ist nur durch das zusätzliche Förderprogramm des Landes möglich. Die Zahl der KWK-Anlagen in NRW und ganz Deutschland könnte noch viel höher sein. Durch die stop-and-go-Politik der schwarz-gelben Bundesregierung konnten in den vergangenen Jahren nicht alle Anlagen gefördert werden."

(RP)
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