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Neue Studie: Deutsche Firmen suchen trotz Corona 20.000 IT-Fachkräfte

Neue Studie für Wirtschaftsminister Altmaier : Deutsche Firmen suchen trotz Corona 20.000 IT-Fachkräfte

Rund 20.000 Fachkräfte fehlen aktuell in der deutschen IT-Branche. Besonders Akademiker werden von den Unternehmen gesucht. Doch fast neun von zehn offenen Stellen für IT-Fachkräfte können derzeit trotz der Corona-Krise nicht oder nur schwer besetzt werden. Das geht aus einer neuen Studie im Auftrag von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hervor.

Erstellt hat die Untersuchung das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Fachkräfte aus dem Ausland könnten demnach dabei helfen, diese Lücke zu füllen, so das Kompetenzzentrum. Bereits im Jahr 2019 habe mehr als jeder Zehnte der knapp 820.000 Beschäftigten in deutschen IT-Berufen eine ausländische Staatsangehörigkeit gehabt. „Künftig sollte das Potenzial der Zuwanderung von IT-Fachkräften noch besser ausgeschöpft werden“, empfehlen die Experten.

Für knapp die Hälfte aller gemeldeten Stellen würden in Deutschland Personen mit Master- oder Diplomabschluss gesucht. Hier seien die Fachkräfteengpässe am größten, so das Institut. Da es in diesem Bereich anteilig deutlich weniger Arbeitslose gibt als bei den Fachkräften mit Berufsausbildung, falle die Fachkräftelücke bei Akademikern mit knapp 17.000 Stellen fast zehn Mal höher aus als bei beruflich Qualifizierten.

„Künftig sollten die Potenziale der Zuwanderung noch besser ausgeschöpft werden, insbesondere in den Zielländern Vietnam, Indonesien und den Philippinen“, rät das Kofa. Denn besonders diese Länder seien offen dafür, den dort qualifizierten Fachkräften Perspektiven im Ausland zu eröffnen.„Unternehmen sollten bereits in Stellenanzeigen und ihrem Internetauftritt ihre Offenheit für internationale Fachkräfte betonen und diese zudem gezielt über internationale Stellenbörsen ansprechen“, sagte Studienautorin Anika Jansen.