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Mönchengladbach: Neue Spekulationen um Real-Filialen

Mönchengladbach : Neue Spekulationen um Real-Filialen

Angeblich plant die Metro-Tochter die Aufgabe unprofitabler Standorte.

Neue Spekulationen um die Metro-Tochter Real: Angeblich will die SB-Warenhauskette mehrere Niederlassungen aufgeben, die nicht mehr profitabel sind. Nach Angaben der "Lebensmittel Zeitung" geht es um bis zu zwölf Märkte, deren Mietverträge in naher Zukunft auslaufen. Das Unternehmen äußert sich dazu nicht. Im Umfeld von Real hieß es allerdings, die Zahl sei ebenso zu hoch gegriffen wie die 30 bis 40 Märkte, die angeblich insgesamt auf dem Prüfstand stehen.

Real betreibt nach eigenen Angaben insgesamt 310 Märkte in Deutschland. Die Metro-Tochter kämpft mit sinkenden Umsätzen. Zuletzt verlor die Kette in Deutschland flächenbereinigt deutlich. Im wichtigen Weihnachtsquartal schrumpfte der Umsatz gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Als Grund nennt die Metro den harten Wettbewerb vor allem vonseiten der Discounter.

Das Unternehmen ist durch den Verkauf des Osteuropa-Geschäfts ohnehin deutlich geschrumpft. Zuletzt hatte die polnische Wettbewerbsbehörde der Übernahme der dortigen Real-Märkte durch die französische Auchan Group zugestimmt.

Das Unternehmen tue sich weiterhin schwer, die Ziele der Metro-Konzernführung zu erreichen, heißt es in Handelskreisen. Angestrebt wurde nämlich ein Zugewinn bei den Marktanteilen und mittelfristig eine Ebit-Marge von zwei Prozent. Doch dieser Vorgabe sei Real im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres) nicht nähergekommen. Im Jahr 2012 hatte Real beim Vorsteuergewinn rund 25 Prozent eingebüßt.

Die betroffenen Häuser müssen dem Bericht zufolge allerdings nicht zwangsläufig geschlossen werden, heißt es in dem Bericht der "Lebensmittel Zeitung". Wettbewerber wie Kaufland oder Globus hätten die Real-Märkte im Blick.

Im Juni hatte Real angekündigt, das Unternehmen wolle seine Filialen modernisieren und mit Preissenkungen das Geschäft auf dem deutschen Markt ankurbeln. "Wir werden in den kommenden drei Jahren insgesamt 500 Millionen Euro investieren", hatte der Unternehmenschef Didier Fleury seinerzeit angekündigt.

(gw/rtr)