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Düsseldorf: Neue Betrugsmails aufgetaucht

Düsseldorf : Neue Betrugsmails aufgetaucht

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Betrugsmails, die im Namen der Postbank, sowie von Amazon und Vodafone verschickt werden. In den vergangenen Tagen hatten die Verbraucherschützer bereits vor gefälschten E-Mails des Bezahldienstes Paypal gewarnt, bei denen Kunden aufgefordert wurden, aus vermeintlichen Sicherheitsgründen Informationen preiszugeben.

Diese sogenannten "Phishing-Mails" dienen Betrügern dazu, Daten wie Kreditkartennummern, Passwörter und Benutzernamen abzugreifen. "Die Betrüger wählen häufig aktuelle Anlässe für ihre Mails", sagt Christian Urban, Jurist bei der Verbraucherzentrale NRW. Das Vorgehen ist dabei immer gleich: In den Mails wird vor vermeintlichen Sicherheitslücken, Kontoeinschränkungen oder ähnlichem gewarnt. Um die Probleme zu beheben, müssten Nutzer per Link eine Internetseite aufrufen, auf der sie wiederum aufgefordert werden, ihre Daten einzugeben.

Genauso wie bei den vermeintlichen Paypal-Mails funktioniert die Betrugsmasche auch bei den gefälschten Vodafone-Schreiben, die mit dem Betreff "Vodafone OnlineRechnung" auftauchen. Mit der aktuellen E-Mail erhalten die Empfänger eine angeblich aktuelle Rechnung über eine extrem hohe Summe – deren Details man wiederum nur einsehen könne, wenn man auf den beigefügten Link klickt.

Angebliche Postbank-Schreiben tauchen unterdessen mit Betreffzeilen wie "Ihr Konto bei der Postbank wird eingeschränkt" oder "Postbank Telefon-Banking" auf. Bei der vermeintlichen Amazon-Mail geht es wiederum um einen "Datenabgleich für alle Amazon.de-Kunden".

Die Verbraucherzentrale warnt davor, Dateianhänge oder Links in derartigen Mails zu öffnen und persönliche Daten, Geheimnummern oder PINs preiszugeben. Auch die Postbank weist darauf hin, dass Banken und Sparkassen niemals Mails versenden würden, in denen sie Kunden zur Eingabe ihrer Zugangsdaten auffordern würden. Verdächtige Phishing-Mails sollten sofort gelöscht werden.

Alternativ kann man verdächtige E-Mails auch der Verbraucherzentrale NRW (phishing@vz-nrw.de) melden. "Wir sagen dem Anbieter Bescheid", sagt Christian Urban: "Dieser hat oft die Möglichkeit, die Internetseiten zu sperren und den Betrügern das Leben schwerzumachen."

(frin)