Angleichung der Netzentgelte geplant Stromkunden in NRW drohen höhere Preise

Berlin · Im Norden sind Netzentgelte hoch, in NRW und Bayern niedrig. Das will der Kanzler ändern. Was die Folgen für Stromkunden sind und wie Bayern nun ablenkt.

 Die Küstenländer bezahlen den Netzausbau für Bayern und NRW mit.

Die Küstenländer bezahlen den Netzausbau für Bayern und NRW mit.

Foto: dpa/Jens Büttner

Wie hoch die Stromrechnung ausfällt, hängt stark vom Wohnort ab. Je nach Bundesland werden andere Netzentgelte fällig. Besonders viel zahlt man in Mecklenburg-Vorpommern, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fordert daher eine Reform. „Es kann nicht so bleiben, dass die Regionen, die wie Mecklenburg-Vorpommern beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorangehen, höhere Strompreise tragen müssen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss unterstützt und darf nicht bestraft werden“, sagte Schwesig unserer Redaktion. Mecklenburg-Vorpommern produziere schon heute mehr als doppelt so viel grünen Strom, wie es selbst verbrauche. „Der Überschuss geht in die industriellen Zentren im Westen und Süden, wo die Strompreise oftmals niedriger sind. Das ist ungerecht und falsch. Auch der Süden sollte einen Anreiz beim Ausbau der erneuerbaren Energien haben. Dafür brauchen wir Anreize“, so Schwesig.