München: Munich Re will Erstversicherer Ergo behalten

München: Munich Re will Erstversicherer Ergo behalten

Die Munich Re schließt trotz Aktionärsbeschwerden eine Trennung von ihrer Erstversicherungstochter Ergo aus. "Die Erstversicherung mit der Ergo ist in unserem Interesse, ist in Ihrem Interesse", sagte der neue Konzernchef Joachim Wenning auf der Hauptversammlung. In fünf Jahren soll die Ergo 600 Millionen Euro zum Konzernergebnis beisteuern, nach roten Zahlen 2016. "Ich verliere so langsam die Geduld mit der Ergo", klagte Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW).

"Das Ergo-Desaster muss endlich ein Ende nehmen", verlangte Ingo Speich, Portfoliomanager bei der Union Investment. In den vergangenen Jahren ist das Ergo-Geschäft nicht so gelaufen, wie die Munich Re sich das erhofft hatte. Aber auch der Rückversicherer selbst kämpft mit sinkenden Gewinnen. Auf riskante Strategien zur Profitmaximierung will das Unternehmen aber weiter verzichten. Für 2017 erwartet der Konzern einen neuerlichen Gewinnrückgang von 2,6 auf zwei bis 2,4 Milliarden Euro.

(dpa)