Hohe Verschuldung: Moody's stuft Chinas Kreditwürdigkeit ab

Hohe Verschuldung: Moody's stuft Chinas Kreditwürdigkeit ab

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Chinas herabgesetzt - aus Sorge um die hohe Verschuldung des Landes bei langsamer werdendem Wachstum. Die chinesische Regierung kritisierte die Herabstufung.

Die Bewertung Chinas wurde demnach von A1 auf Aa3 verringert, die Aussichten sind nun laut der Ratingagentur aber "stabil" statt "negativ". Die chinesische Regierung versucht derzeit, die unregulierte und riskante Verschuldung zu stoppen. Analysten sind aber skeptisch, ob Peking dazu wirklich bereit ist. Nach der Herabstufung durch Moody's gingen die Börsenwerte in Shanghai und Hongkong zurück.

China hat die Herabstufung durch die US-Ratingagentur Moody's kritisiert. Sie überschätze die Schwierigkeiten, denen die chinesische Wirtschaft derzeit ausgesetzt sei und unterschätze die Reformbemühungen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Zudem basiere die Einschätzung auf einer unsachgemäßen Methode. Die Konjunktur werde stabil und relativ schnell wachsen. Die Schuldenrisiken für die Jahre 2018 bis 2020 würden sich nicht wesentlich von denen im Jahr 2016 unterscheiden.

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Chinas Regierung baut die Wirtschaft derzeit um und setzt verstärkt auf den Dienstleistungsbereich. Dafür nimmt sie ein schwächeres Wachstum in Kauf. Die Regierung der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt peilt für dieses Jahr ein Wachstum von 6,5 Prozent an. 2016 hatte die Volksrepublik ein Plus von 6,7 Prozent geschafft - das war der geringste Zuwachs seit 26 Jahren.

(kess/AFP/REU)