Düsseldorf: Mit IBAN zahlen - so geht das

Düsseldorf : Mit IBAN zahlen - so geht das

Die 22-stelligen IBAN-Nummern ersetzen Kontonummer und Bankleitzahl.

Sie soll den Zahlungsverkehr vereinfachen und hat bei den Bankkunden doch eher für Verwirrung gesorgt: die IBAN. Das ist eine 22-stellige Nummer. Sie ersetzt sowohl die gewohnte Bankleitzahl als auch die Kontonummer. Bei genauer Betrachtung ändert sich allerdings für Verbraucher nicht viel. Die Fakten.

Die 22-stellige Nummer beginnt bei deutschen Bankkunden mit den Buchstaben DE für Deutschland. Darauf folgen zwei Prüfziffern, die vom Computer generiert wurden und die Wahrscheinlichkeit von Fehlüberweisungen reduzieren sollen. Darauf folgt die bisherige achtstellige Bankleitzahl. Die letzten zehn Ziffern bildet die herkömmliche Kontonummer. Sollte die kürzer als zehn Stellen sein, wird sie um entsprechend viele Nullen von vorne aufgefüllt.

Der Termin zur Einführung des europäischen einheitlichen Zahlungsverkehrs Sepa ist mehrfach verschoben worden. Offiziell endgültig eingeführt wurde das System im Februar 2014. Aber auch vorher war die Zahlung mit IBAN möglich.

Anders als Unternehmen und Institutionen können Privatkunden die Kontonummer und Bankleitzahl noch bis zum 1. Februar des kommenden Jahres nutzen. Verbraucherschützer und Banken raten aber, schon jetzt die IBAN zu verwenden, um sich schneller an die lange Nummer zu gewöhnen.

Bei Überweisungen in das europäische Ausland, also allen Ländern die an Sepa teilnehmen, muss neben der IBAN auf dem Überweisungsträger oder im Online-Banking der so genannte BIC, eine internationale Bankleitzahl, mit angegeben werden. Das ist bei normalen Inlandsüberweisungen nicht nötig. Ab 2016 soll auch im europäischen Zahlungsverkehr der BIC überflüssig werden.

Überweisungen im Euroraum und in vielen weiteren EU- und nicht EU-Staaten sind dank Sepa so einfach und schnell wie herkömmliche Inlandszahlungen. Das soll sich auch in den Gebühren niederschlagen. Mittelfristig werden die nationalen Zahlungssysteme durch Sepa abgelöst. Überweisungen dürfen nicht länger als einen Tag dauern. Allerdings war insbesondere für die Empfänger von Lastschriftzahlungen die Sepa-Umstellung aufwendig und teuer. Wer Lastschriften über Sepa einziehen will, braucht eine Gläubiger-Identikationsnummer, die man bei der Bundesbank beantragt, eine Inkassovereinbarung mit der Bank und ein schriftliches Mandat des Kunden. Beim bisherigen Lastschriftverfahren erfolgte dies über die Einzugsermächtigung. Vor Februar 2014 erhaltene Einzugsermächtigungen bleiben gültig.

(RP)