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Metro-Chef Greubel: Bis 2030 mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz

Umsatzziel des Handelskonzens : Metro will bis 2030 die 40-Milliarden-Euro-Marke knacken

Der Düsseldorfer Handelskonzern hat am Mittwoch seine angepasste Strategie präsentiert. Das Online-Geschäft soll deutlich wachsen, ebenso die Belieferung von Hoteliers und Gastronomen.

Düsseldorf (gw) Der Handelskonzern Metro will in den kommenden acht Jahren den Umsatz auf 40 Milliarden Euro steigern und bis dahin einen Vorsteuergewinn (Ebitda) von mehr als zwei Milliarden Euro schaffen. Das erklärte Vorstandschef Steffen Greubel beim Kapitalmarkttag des Konzerns in Düsseldorf. In den kommenden drei Jahren sollten die Erlöse genau so wie das Ebitda um jeweils drei bis fünf Prozent steigen, kündigte Greubel an.

 Die Ziele, die der Konzernchef verkündete, bedeuten, dass der Umsatz bis 2030 um drei Fünftel und das Vorsteuerergebnis um mehr als zwei Drittel erhöht werden sollen. Diese Marken will Greubel unter anderem durch die Forcierung des Onlinehandels erreichen. Bis 2030 soll der Anteil des digitalen Geschäfts auf 40 Prozent wachsen. Bis zu drei Milliarden Euro soll der Online-Shop an Umsatz bringen, eine Vervielfachung des heutigen Wertes. Konzentrieren will sich Greubel im Metro-Geschäft unter anderem auf Profikunden wie Gastronomen und Hoteliers, die auch stärker als heute beliefert werden sollen. Der Umfang soll sich hier verdreifachen. Gleichzeitig blieben die Stores die Grundlage des Geschäfts, so der Vorstandsvorsitzende. Alledings könnten manche Filialen künftig anders aussehen. Greubels Vorstellung: kleinere Niederlassungen, weniger Artikel, mehr Platz für Lieferdepots. Greubels Pläne verlangen entsprechende Investitionssummen. 2,5 Prozent vom Umsatz pro Jahr sind das Ziel, das wären ab 2030 jeweils Investitionen in Milliardenhöhe.

Wie die Metro-Landkarte künftig aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Spekuliert wird über den Ausstieg des Unternehmens aus dem Geschäft in Indien und Belgien; zuletzt waren Japan und Myanmar auf der Streichliste gewesen. Gleichzeitig betont der Konzern sein Wachstumsziel, auch durch Zukäufe im Ausland.

Was das im September zu Ende gehende laufende Geschäftsjahr angeht, ist die Prognose zurückhaltend. Zwar strebt Greubel eine Umsatzsteigerung um drei bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr an, das Ebitda wird sich nach seiner Einschätzung aber auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das hat nach Angaben des Vorstandschefs auch mit den Investitionen in die fortschreitende Digitalisierung zu tun.

Die Metro-Aktie reagierte auf die Ankündigungen aus dem Management unter dem Strich kaum. Der Aktienkurs stieg vorübergehend um knapp drei Prozent, büßte die Gewinne aber später wieder ein, Der Marktwert des Unternehmens beträgt damit weiterhin rund 3,9 Milliarden Euro.