Arbeitsgruppe von Lauterbach Versorgungslage bei Kinderarzneimitteln offenbar nicht mehr so heikel

Berlin · Die Versorgungslage bei Kinderarzneimitteln hat sich einem Bericht zufolge trotz einiger anhaltender Lieferengpässe entspannt. Drei Mittel sind allerdings immer noch schwer zu bekommen.

Eine Mutter pflegt ihr krankes Kind (Archiv).

Eine Mutter pflegt ihr krankes Kind (Archiv).

Foto: dpa/Christin Klose

Im aktuellen Bericht einer von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingesetzten Arbeitsgruppe heißt es laut den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag: „Ausgehend von einer Bevorratung der Apotheken in den Vormonaten kann weiterhin bei den Arzneimitteln der Dringlichkeitsliste grundsätzlich von einer guten Versorgung ausgegangen werden.“

In dem Bericht werden laut den RND-Zeitungen allerdings drei Arzneimittel mit einer „angespannten“ Versorgungslage genannt. Dabei handelt es sich um die Antibiotika Clarithromycin und Penicillin V sowie Medikamente mit dem Wirkstoff Salbutamol, der bei Asthma und chronischer Bronchitis eingesetzt wird.

Bei Penicillin V sei mit einer Entspannung im Zeitraum Februar/März zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Bei Salbutamol sei das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (Bfarm) im engen Austausch mit den Pharmaunternehmen. Entwarnung gibt der Bericht bei paracetamol- und ibuprofenhaltigen Zäpfchen. Hier sei die Versorgungslage gesichert, schreiben die Experten laut den RND-Zeitungen.

Lauterbach hatte die sogenannte High-Level-Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr gegründet. In dem Gremium sind Vertreter der Pharmaindustrie, des Großhandels und der Ärzte- und Apothekerschaft vertreten. Grund für die Gründung der Arbeitsgruppe waren Engpässe bei Kinderarzneien im vorangegangenen Winter.

(boot/AFP)
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