Besuch in Großbritannien Deutschland laut Linder nicht der „kranke Mann“ Europas – aber außer Form

London/Berlin · Bei einer Veranstaltung der Londoner Universität LSE äußert sich Bundesfinanzminister Lindner über den aktuellen Zustand der deutschen Wirtschaft. Was der FDP-Politiker zu sagen hat.

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, steht während eines Besuchs in Großbritannien vor dem Glockenturm Big Ben.

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, steht während eines Besuchs in Großbritannien vor dem Glockenturm Big Ben.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die deutsche Wirtschaft bei einem Besuch in Großbritannien als unfit beschrieben. Deutschland sei zwar nicht der „kranke Mann“ in Europa, wie teilsweise behauptet werde. „Wir sind gesund, wir haben Substanz, aber wir sind nicht in der besten Form“, sagte der FDP-Vorsitzende am Montagabend bei einer Veranstaltung der Londoner Universität LSE. Aber auch die britische Wirtschaft laufe nicht rund, weil sie unter dem EU-Austritt leide. „Beide Volkswirtschaften sind im Abstieg.“

Deutschland müsse mit Reformen gegenhalten. Es brauche Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und dort auch mehr Flexibilität. Zudem müsse Bürokratie abgebaut werden und die Kosten für Unternehmen sinken, so Lindner. „Ich denke, dass wir viel besser sein könnten.“ Angesprochen auf die schlechten Umfragewerte für seine FDP von zuletzt zwischen drei und vier Prozent sagte Lindner, die Wirtschaft müsse wieder in Schwung gebracht werden. Dann werde auch die Zustimmung wieder steigen.

(esch/reu)
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