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Aachen: Lambertz verkauft mehr Printen

Aachen : Lambertz verkauft mehr Printen

Printen, Lebkuchen und Dominosteine des Süßwarenherstellers Lambertz füllen bereits die Regale. Doch das spätsommerliche Wetter könnte die Lust der Verbraucher auf das Saisongebäck - dessen Verkauf knapp die Hälfte des Lambertz-Umsatzes ausmacht - bremsen. "Das Wetter ist manchmal wichtiger als die Konjunktur", sagte gestern in Düsseldorf Hermann Bühlbecker, der Alleininhaber der Lambertz-Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2013/14, das am 30. Juni zu Ende gegangen ist, hat Lambertz seinen Umsatz dank des guten Lebkuchen-Absatzes um vier Prozent auf 585 Millionen Euro gesteigert. Die Jahresartikel erzielten dabei ein Umsatzplus von 3,9 Prozent, die Erlöse bei den Saisonartikeln stiegen um 4,5 Prozent. Zum Ertrag machte das Unternehmen keine Angaben. Der nach eigener Aussage "kompetente Marktführer" für Herbst- und Weihnachtsgebäck hofft auch für das laufende Geschäftsjahr auf ein Plus; Prognosen seien allerdings noch nicht möglich, so Bühlbecker. Lambertz bewege sich in einem generell schwierigen Markt, in dem es begrenzte Wachstumsmöglichkeiten gebe. "Wir stellen eben keine iPhones her", so Bühlbecker.

Um den Umsatz bei der Jahresware weiter zu steigern, visiert die Aachener Unternehmensgruppe junge, moderne Verbraucher an. Angebote wie Bio-Gebäck, Motivdosen zu Anlässen wie Halloween, Muttertag oder Ostern sowie innovative Gebäckverpackungen sollen dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen. Auch das Angebot der Saisonartikel hat Lambertz erweitert: Im Juni dieses Jahres ist die Gruppe bei dem Dresdner Stollen-Hersteller Dr. Quendt eingestiegen. Auch international - vor allem in den Vereinigten Staaten und Polen - expandiert Lambertz.

(RP)