IW-Studie für NRW Konservative Bürgermeister treiben Energiewende stärker voran als linke

Düsseldorf · CDU- und FDP-Bürgermeister sollen die Erneuerbaren Energien in NRW laut einer Studie weiter ausgebaut haben als rot oder grün regierte Kommunen. Trotzdem hat das Bundesland noch einen langen Weg vor sich.

 Windräder auf einer Anhöhe bei Bergheim.

Windräder auf einer Anhöhe bei Bergheim.

Foto: dpa/Henning Kaiser

Es ist ein Studienergebnis, das auf den ersten Blick überraschen dürfte: Städte und Gemeinden in NRW, die bei der Kommunalwahl 2009/2010 einen eher linksgerichteten Bürgermeister wählten, haben die erneuerbaren Energien in den folgenden zehn Jahren weniger stark ausgebaut als Kommunen mit konservativem Stadt- oder Gemeindeoberhaupt. Herausgeber der Untersuchung, die unserer Redaktion exklusiv vorliegt, ist das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Sie untersucht, inwieweit kommunale Faktoren den Ausbau erneuerbarer Energien beeinflussen. Die Autoren haben dafür die Daten von 396 Städten und Gemeinden aus den Jahren 2010 bis 2020 ausgewertet und drei Faktoren betrachtet: die parteipolitische Orientierung der Verwaltungsspitze, die finanzielle Situation und die Aktivität in der Bauwirtschaft.