Kommentar: Dekkers' Coup

Kommentar: Dekkers' Coup

Der frühere Bayer-Chef Werner Wenning hatte Nachfolger Marijn Dekkers einst mit den Worten eingeführt, nun bekomme Bayer einen erfahrenen Portfolio-Manager. Doch anders als die Arbeitnehmer befürchtet hatten, unterließ Dekkers zunächst das große Monopoly.

2012 blies er die Übernahme des US-Herstellers Schiff ab, als die Übernahmeschlacht teuer wurde. Dekkers war eben doch kein rastloser Dealmaker. Bei einem größeren Coup ist der Niederländer nun auf der Zielgeraden: Der Kauf der Merck-Sparte scheint nur eine Frage von Tagen. Unternehmerisch wäre dies sinnvoll: Gesundheitsreformen und Klagewellen machen das klassische Pharma-Geschäft immer riskanter. Rezeptfreie Medikamente sorgen dagegen für stabile Gewinne. Bleibt die Frage, wie Bayer seine Expansion finanzieren wird. Irgendwann dürfte der Verkauf der schwachen Kunststoffsparte wieder auf den Tisch kommen. anh

(RP)
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