Düsseldorf: Köln und EnBW verhandeln über Stadtwerke-Verkauf

Düsseldorf : Köln und EnBW verhandeln über Stadtwerke-Verkauf

Der Verkauf der Stadtwerke Düsseldorf an die Kölner Rheinenergie wird intensiv diskutiert. Die Kölner seien in Gesprächen mit dem Baden-Württemberger Versorger EnBW, heißt es in der Branche. EnBW hält 54,95 Prozent an den Stadtwerken und will sich von Beteiligungen trennen. Die Kölner, die bereits mit 20 Prozent an dem Düsseldorfer Konkurrenten beteiligt sind, haben bereits öffentlich Interesse bekundet.

Nun wird auch ein konkretes Finanzierungsmodell diskutiert, wie es weiter heißt. So wolle EnBW sein Düsseldorf-Paket per Aktientausch an die Kölner geben. Die Kölner reichen im Gegenzug ihre Beteiligung am Mannheimer Versorger MVV an EnBW weiter. Das hätte für beide Beteiligten Charme: Die Kölner Rheinenergie müsste keine Kredite aufnehmen, um die Aufstockung in Düsseldorf finanzieren zu können. Die EnBW, die derzeit gut 15 Prozent an MVV hält, würde mit dem Paket aus Köln ihren Anteil auf gut 31 Prozent aufstocken und hätte damit eine Sperrminorität. Diese ließe sich leichter weiterverkaufen. Die Mannheimer gelten bei EnBW seit langem als Verkaufsobjekt.

Die Stadtwerke Düsseldorf erklärten, dies sei ein Thema der Anteilseigner, zu dem man nicht Stellung nehme. EnBW betonte erneut, alle Beteiligungen stünden auf dem Prüfstand. Die Kölner Rheinenergie wollte sich gar nicht äußern.

(RP)
Mehr von RP ONLINE