Redmond: Keine Online-Pflicht mehr bei Xbox

Redmond : Keine Online-Pflicht mehr bei Xbox

Der Kurswechsel von Microsoft kam nach heftiger Kritik der Spielegemeinde.

Die Spielegemeinde hat sich durchgesetzt: Erst vor einer Woche hatte Microsoft auf der Spielemesse E3 in Los Angeles seine neue Xbox One vorgestellt, nun nimmt das Unternehmen bereits Korrekturen vor. Nutzer hatten gegen eine geplante Online-Pflicht gewettert und kritisiert, dass gebrauchte Spiele auf der Konsole nicht mehr spielbar sein sollten.

Nun zieht Microsoft die Reißleine. "Manchmal gewinnt der Meteorit, manchmal der Dinosaurier" kommentierte ein Nutzer beim Onlinedienst Twitter die Entscheidung, die Microsoft-Manager Don Mattrick mitgeteilt hatte. "Wir haben zugehört und laut und deutlich eurer Reaktion entnommen, dass ihr das Beste aus beiden Welten wollt", sagte Mattrick. Das heißt: Die Xbox wird sich weder täglich ins Internet einwählen, so lange für Spiele keine Internetverbindung benötigt wird, noch wird sie gebrauchte Spiele sperren. Dies hatten viele Nutzer als Abzocke kritisiert. Mattrick machte allerdings klar: Per Download erworbene Spiele können weder geteilt noch wiederverkauft werden.

So hofft man, die Nutzer zu besänftigen. Immerhin muss die Xbox One im Weihnachtsgeschäft gegen die neue Playstation 4 bestehen. Die ist nicht nur 100 Euro günstiger, sondern habe weder eine Online-Pflicht noch eine Beschränkung für Spiele, hatte Sony auf der E3 verkündet und kurz darauf die Geschäftserwartungen angehoben.

Bei Microsoft hofft man, dass die Kehrtwende noch rechtzeitig kommt und nicht zu viele Nutzer verschreckt wurden. Langfristig wolle man jedoch am Online-Konzept festhalten, so Mattrick: "Wir glauben an die Vorteile einer vernetzten, digitalen Zukunft."

(RP)
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