Liquiditätsengpässe auf Zypern: Kapitalverkehr bleibt weiter beschränkt

Liquiditätsengpässe auf Zypern : Kapitalverkehr bleibt weiter beschränkt

Das zyprische Finanzministerium hat beschlossen, die Beschränkungen im Kapitalverkehr zunächst für weitere drei Tage aufrecht zu erhalten. Die Order des neuen zyprischen Finanzministers Charis Georgiades wurde am Mittwochabend veröffentlicht.

Begründet wurde der Schritt mit den nach wie vor bestehenden Liquiditätsengpässen auf der Insel und der Gefahr von weiteren Kapitalabflüssen. Die Maßnahmen waren in der vergangenen Woche beschlossen worden, bevor die zyprischen Banken nach einer fast zweiwöchigen Schließung im Zuge der Finanzkrise des Eurolandes wieder öffneten.

Demnach liegt das Limit für Bargeldabhebungen weiterhin bei 300 Euro pro Person und Bank. Verboten sind auch der grenzüberschreitende bargeldlose Verkehr und Auslandsüberweisungen sowie Überweisungen auf Konten bei anderen Banken. Ausgenommen sind Überweisungen bis zu 25.000 Euro pro Tag und Konto für geschäftliche Zwecke innerhalb Zyperns und Auslandsüberweisungen bis 5000 Euro. Transfers oberhalb dieser Grenzen bedürfen weiterhin der Zustimmung der Zentralbank. Außerdem wird bis zu einer Grenze von 9000 Euro der Gebrauch von Schecks erlaubt - sie dürfen allerdings weiterhin nicht eingelöst werden.

(dpa/felt)
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