Josef Ackermanns peinliche Entgleisung im Strafprozess

München: Josef Ackermanns peinliche Entgleisung

Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat im Strafprozess gegen ihn sowie vier weitere amtierende und frühere Manager der Bank für Aufsehen gesorgt. "Ich schäme mich für die Rechtsstaatlichkeit Deutschlands", sagte Ackermann in einer Verhandlungspause. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft 45 Minuten einen Antrag verlesen. Darauf warfen die Verteidiger den Anklägern vor, diese missbräuchten ihre Rechte. Im Prozess hat Springer-Chef Matthias Döpfner gestern ausgesagt. "Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit Leo Kirch", sagte Döpfner.

Darin sei es um einen Vorschlag des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer gegangen, den Kirch-Konzern aufzuteilen. "Ich erinnere mich, dass Herr Kirch darüber sehr aufgebracht war und das als Anmaßung empfand", sagte Döpfner. In dem Prozess geht es darum, ob der noch amtierende Co-Chef Jürgen Fitschen, Ackermann und andere im Zivilprozess gegen Kirch gelogen haben, um die Deutsche Bank gegen Schadenersatzansprüche der Kirch-Seite abzusichern.

(RP/dpa)