Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforscher Die Institute reduzieren ihre Konjunkturprognose

Berlin · Die Corona-Krise werde länger andauern als bisher vorausgesehen und die Erholung der Konjunktur im Herbst und Winter falle schwächer aus, so die Wirtschaftsforscher in ihrer Gemeinschaftsdiagnose. Sie sind aber immer noch optimistischer als die Bundesregierung.

 Die Konjunkturexperten der Wirtschaftsforschungsinstitute waren 2019 noch persönlich anwesend, als sie ihre Gemeinschaftsdiagnose vorstellten. In diesem Jahr wurde die Pressekonferenz ins Internet verlegt – wegen der Corona-Krise.

Die Konjunkturexperten der Wirtschaftsforschungsinstitute waren 2019 noch persönlich anwesend, als sie ihre Gemeinschaftsdiagnose vorstellten. In diesem Jahr wurde die Pressekonferenz ins Internet verlegt – wegen der Corona-Krise.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende und das kommende Jahr deutlich um jeweils etwa einen Prozentpunkt gesenkt. Die Corona-Krise werde länger andauern als bisher vorausgesehen und die Erholung der Konjunktur im Herbst und Winter falle schwächer aus, so die Institute in ihrer neuen Gemeinschaftsdiagnose, die sie am Mittwoch vorlegten. Die Konjunktur werde zwar weiterhin einen V-förmigen Verlauf nehmen, denn nach dem tiefen Einbruch im März und April sei die deutsche Wirtschaft ab Mai wieder stark gewachsen. Da die Erholung aktuell aber schwächer geworden sei, werde der „rechte Schenkel des V“ nun aber „abgeflachter“ aussehen, sagte Stefan Kooths, Konjunkturchef am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).