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Düsseldorf: Höhere Preise für Butter und Eier

Düsseldorf : Höhere Preise für Butter und Eier

Im Januar lag die Inflationsrate in NRW bei 1,5 Prozent.

Die Preise steigen in Nordrhein-Westfalen wieder langsamer. Im Januar lagen sie wie schon im Dezember um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, teilte das Statistische Landesamt mit. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2017 hatte die Inflationsrate noch bei 1,8 Prozent gelegen. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren mit einem Preisanstieg von 14,2 Prozent vor allem Speisefette. Butter verteuerte sich sogar um 26,4 Prozent. Auch Eier, Heizöl und Tabakwaren kosten deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Günstiger wurden dagegen Kraftstoffe sowie Bekleidung, das Telefonieren und alkoholische Getränke. Im Vergleich zum Dezember 2017 sank der Verbraucherpreisindex im Januar um 0,6 Prozent. Vor allem Bekleidung und Schuhe wurden zuletzt billiger - wohl auch wegen der wachsenden Zahl von Sonderangeboten in den Modeläden.

Auch bundesweit hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamt. Im Januar lag die Jahresteuerungsrate bei 1,6 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Im Dezember waren es noch 1,7 Prozent und im November 1,8 Prozent. Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate für Deutschland betrug 1,4 Prozent.

Die Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese strebt für den Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Weil dieses Ziel seit Jahren verfehlt wird, versucht die EZB mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Sorgen bereitet den Währungshütern auch der stärkere Euro. Dadurch werden Importe aus anderen Währungsräumen billiger, das kann die Inflation drücken. Auch Rohöl wird in Dollar abgerechnet. EZB-Präsident Mario Draghi dämpfte jüngst Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Nullzinspolitik.

(dpa)