Neuss: Höffner investiert 100 Millionen in Neuss

Neuss : Höffner investiert 100 Millionen in Neuss

Ende Dezember öffnet der Möbel-Gigant sein 18. Haus in Deutschland.

Noch ehe am 27. Dezember die ersten Kunden über die Schwelle treten, jagt Möbel Höffner mit seinem bundesweit 18. Haus Rekorde. Das wächst derzeit im Neusser Hammfeld: 350 Meter lang, vier Etagen hoch, 100 Millionen Euro teuer. Mit 46 000 Quadratmeter Verkaufsfläche übertrifft der neue Möbelmarkt sogar die Geschäftsfläche im jüngsten Düsseldorfer Einkaufsparadies, dem Kö-Bogen. So viel Superlative verpflichten zum Erfolg. Die Massen müssen strömen. Am Eröffnungstag werden 20 000 Kunden erwartet. Auch am letzten Sonntag im Jahr, am 28. Dezember, wird das neue Möbel-Kaufhaus in Neuss geöffnet haben.

Herr im "größten Höffner der Geschichte" ist Jens Olding (36). Der Betriebswirt stammt aus Osnabrück, studierte in Köln, ist seit dem Jahr 2000 bei Höffner und richtet sich darauf ein, länger zu bleiben: Er wohnt bereits in Neuss, "wo ich meine zweite Heimat finden möchte". Vom "Standort Neuss im Großraum Düsseldorf" ist Olding überzeugt. Er weiß, dass Möbel-Kunden bis zu 80 Kilometer fahren, um sich einzurichten: "Wir haben durchaus auch die Niederländer im Blick." An Rhein und Ruhr haben Mega-Möbelhäuser noch Seltenheitswert. "Da hat NRW Nachholbedarf", sagt Olding. Er bestätigt, dass die Krieger-Gruppe, zu der Möbel Höffner gehört, im Einzugsgebiet ihres Logistikzentrums in Porz nach Neuss und Rösrath einen dritten Standort sucht. Duisburg wird genannt.

Sechs Wochen vor der Eröffnung formiert sich die 400-köpfige Belegschaft. 212 neue "Höffis" absolvierten Kurse beim Schulungsinstitut und erhielten vom Unternehmen einen Arbeitsvertrag. Darunter sind 72 Mitarbeiter, die bisher beschäftigungslos waren. Ihre Qualifizierung wird in der Theoriephase und den ersten sechs Wochen der Praktikumszeit mit öffentlichen Geldern gefördert, sie umfasst ein halbes Jahr. Drei Monate werden die Neuen ausgebildet, dann setzen sie drei Monate in einem Höffner-Haus das Gelernte in die Praxis um. Ihr Gehalt setzt sich aus einem Fixum und einem variablen Teil zusammen. "Unter dem Strich verdienen unsere Mitarbeiter nahezu alle über Tarif", sagt Olding.

(RP)
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