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Tarifauseinandersetzungen mit Verdi: Heute beginnt zweite Warnstreikwoche

Tarifauseinandersetzungen mit Verdi : Heute beginnt zweite Warnstreikwoche

Am Montag beginnen Aktionen in Brandenburg und Baden-Württemberg, doch spätestens am Mittwoch erreicht die nächste Streikwelle auch NRW. Verdi bezieht erstmals auch den Frankfurter Flughafen ein.

Im Tauziehen um höhere Löhne für die 2,1 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen müssen sich die Bürger auf eine zweite Warnstreikwoche einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte für Donnerstag einen Streik an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt an. "Es ist davon auszugehen, dass es an diesem Tag zu erheblichen Verzögerungen beim Flugverkehr kommen wird", hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Bereits heute beginnen die Aktionen zunächst in Brandenburg und Teilen Baden-Württembergs. Morgen soll es dann eine Großkundgebung in Hannover geben. Auch für Nordrhein-Westfalen werden zunehmend Details zum Streikumfang bekannt: Die Rheinbahn rechnet damit, dass ihre Beschäftigten bereits am Mittwoch die Arbeit niederlegen. Hauptstreiktag soll nach Informationen unserer Redaktion jedoch der Donnerstag sein. So kündigte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft an, ihre tarifbeschäftigten Mitglieder in den städtischen Kindertageseinrichtungen an diesem Tag zu einem ganztägigen Warnstreik aufzurufen. Bestreikt werden dürften auch zahlreiche Kliniken, darunter etwa das LVR Klinikum in Düsseldorf, die Müllabfuhr, die Stadtverwaltungen und die Sparkassen. Verdi rechnet mit 70.000 Teilnehmern an den Aktionen. Im Tarifstreit geht es um die 2,1 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen.

Dabei hatte es im Tarifstreit nach Aussagen aller Beteiligten zuletzt Annäherungen, aber eben noch kein Ergebnis gegeben. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Gehälter um zunächst 100 Euro, anschließend sollen die Entgelte noch einmal um 3,5 Prozent angehoben werden — laut Arbeitgebern ein Lohnplus von insgesamt 7,1 Prozent. Beobachter rechnen damit, dass sich beide Seiten in der kommenden Runde am 31. März einigen werden.

(maxi)