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Henkel: Die Firma aus Düsseldorf im Portrait

Die Geschichte Henkels beginnt am 26. September 1876: Fritz Henkel gründet mit zwei Partnern die Firma Henkel & Cie in Aachen. Das erste Produkt ist ein Pulver-Waschmittel mit dem Namen Universal-Waschmittel, welches in kleinen Päckchen verkauft wird. 1878 folgt der erste große Erfolg: Henkel's Bleichsoda aus Wasserglas und Soda kommt auf den Markt. 1878 werden zum ersten Mal Produkte der Firma ins Ausland, genauer gesagt der Schweiz, exportiert. Im gleichen Jahr zieht die Firma nach Düsseldorf um. Zuerst in den Stadtteil Flingern, bevor man im Jahr 1900 das Werk am heutigen Standort Holthausen eröffnet. 1907 bringt Henkel das erste selbsttätige Waschmittel Persil auf den Markt. Die Besonderheit des neuen Waschmittels ist, dass es ohne Chlor wäscht und bleicht. Im Jahr 1913 wird der erste Produktionsstandort im Ausland eröffnet: In Basel in der Schweiz werden Henkel-Produkte hergestellt. Die ersten eigenen Klebstoffe produziert das Unternehmen 1922 für den eigenen Gebrauch. Doch schon 1923 beginnt der Verkauf und ab 1928 werden Klebstoffe bis nach Australien und Südamerika exportiert. 1930 stirbt der Firmengründer zwei Monate nach seinem Sohn Fritz, sodass sein zweiter Sohn Hugo Henkel die Leitung übernimmt. Das Henkel-Werk in Düsseldorf wird zum Ende des zweiten Weltkrieges 1945 von US-Soldaten besetzt. Die internierten Familienmitglieder kommen nach zwei Jahren im November 1947 frei und kehren in das Unternehmen zurück. 1951 führt Henkel das Geschirrspülmittel Pril ein, damals noch als Pulver. Im deutschen Fernsehen wird 1956 der erste Werbespot ausgestrahlt: Die Werbung bewirbt das Henkel-Produkt Persil. 1969 kommt der Klebestift Pritt auf den Markt. Am 11. Oktober 1985 geht das Unternehmen an die Börse und ist seit 1988 im Aktienindex Dax vertreten. 1990 ist das Jahr der Expansion: In Russland, Polen, Ungarn, Slowenien und China entstehen Joint Ventures und Produktionsstätten. 1995 übernimmt Henkel die Firma Schwarzkopf, welche 1898 von Hans Schwarzkopf in Berlin gegründet wurde. 1997 folgt die Übernahme der Firma Loctite, welche Klebstoffe für den Haushalt und die Industrie produziert. Zwischen 2002 und 2005 soll es in mehreren europäischen Ländern zur Kartellbildung gekommen sein. Mehrere Waschmittelhersteller sollen Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt haben. Die involvierte Firma Henkel musste nach Zusammenarbeit mit der Kartellbehörde jedoch kein Bußgeld zahlen. 2009 übernimmt die Ur-ur-Enkelin von Gründer Fritz Henkel, Simone Bagel-Trah, den Vorsitz des Aufsichtsrats und Gesellschafterausschusses. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze eines der 30 Dax-Unternehmen. 2015 tritt Henkel in den australischen und neuseeländischen Markt ein und übernimmt die Waschmittelmarken sowie Waschhilfsmittel der Firma Colgate-Palmolive Company. Über die Jahre hat Henkel viele weitere Firmen übernommen und sich so auf der ganzen Welt durch verschiedene Produkte eine wichtige Stellung erarbeitet.

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