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Hannelore Kraft und Peter Terium: Generation 30: Industrie muss mehr für Umwelt tun

Düsseldorf : Generation 30: Industrie muss mehr für Umwelt tun

Was erwartet die junge Generation (27 bis 34 Jahre) von der Zukunft? Und was kann die Wirtschaft im Kampf um Fachkräfte und Akzeptanz daraus lernen? Das hat Emnid im Auftrag von RWE bei einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Danach ist diese Generation, anders als ihre Eltern, pragmatisch, sicherheitsbewusst und eher unpolitisch. Für 93 Prozent der Befragten ist Wirtschaftswachstum wichtig. Die Erfüllung materieller Wünsche hat für 79 Prozent große Bedeutung. Freizeit und Familienleben sind wichtiger als Karriere: Während für 84 Prozent ein glückliches Familienleben und für 77 Prozent ein sicherer Job wichtig ist, spielen hohe Gehälter (14 Prozent) oder Karriere (15 Prozent) für die Generation um die 30 kaum eine Rolle. Wer Spitzenkräfte gewinnen will, sollte sich daher um flexible und faire Arbeitszeiten kümmern.

RWE-Chef Peter Terium und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stellten die Studie gestern in Düsseldorf vor. "Die Generation der um die 30-Jährigen ist eine, die im Kommen ist, die weiß, was sie will und wie sie sich positionieren soll", sagte Kraft. Der Studie zufolge nennen 91 Prozent die Industrie wichtig für den Wohlstand, aber 80 Prozent geben der Industrie eine Mitverantwortung für den Klimawandel. Entsprechend wichtig finden viele, dass Unternehmen mehr für Umweltschutz tun. Allerdings darf das den eigenen Geldbeutel nicht zu sehr belasten. Beim Thema Energie haben junge Menschen ein klares Ranking: Am wichtigsten für sie: Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise. Erst dann kommt umweltschonende Erzeugung. Zudem fürchtet die Hälfte, dass Unternehmen bei steigenden Strompreisen abwandern.

(sno)