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Goldpreis übersteigt erstmals Marke von 2000 Dollar pro Unze

Edelmetall : Goldpreis steigt erstmals über 2000 US-Dollar

Der Goldpreis hat erstmals in seiner Geschichte die symbolische Marke von 2000 Dollar überschritten. Auch wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage stark angewachsen.

Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals über 2000 US-Dollar (rund 1700 Euro) gestiegen. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erreichte mit 2000,58 Dollar einen Rekordwert. Der Preis konnte sich aber zunächst nicht ganz auf diesem Niveau halten und lag am frühen Abend bei 1994 Dollar. Im Mittagshandel hatte die Feinunze noch rund 25 Dollar weniger gekostet.

Händler verwiesen auf wachsenden Spekulationen, dass sich die US-Regierung und der Kongress auf ein neues Konjunkturpaket einigen könnten. Dies würde für noch mehr Liquidität an den Märkten sorgen und so auch die Nachfrage nach Gold antreiben.

„Die Motivation, Liquidität in Gold zu schieben, bleibt für Anleger hoch. Unterstützung hierfür kommt weiter aus dem Umfeld mit niedrigen oder negativen Zinsen“, kommentierte Hans-Günter Ritter, Leiter Edelmetallhandel bei Heraeus. Er verwies zudem auf die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Denn Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage, was den Preis nach oben treibt.

Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis um fast 30 Prozent. Schon Ende Juli kratzte der Goldpreis an der 2000-Dollar-Marke. Der frühere Rekord lag jahrelang bei 1921,18 Dollar vom September 2011.

Anleger rund um den Globus wollen sich gegen Inflationsrisiken absichern. Durch die milliardenschweren Hilfsprogramme von Notenbanken wird massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Während sich gleichzeitig wegen weitreichender Produktionsausfälle das Angebot verknappt, steigt die Geldmenge – und damit wächst die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und einem Wertverfall des Geldes.

(özi/dpa/AFP)