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GKV-Chefin erwartet stabile Finanzsituation bei Krankenkassen

Einnahmen steigen : GKV-Chefin erwartet stabile Finanzsituation bei Krankenkassen

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zeichnet sich für 2018 eine solide Finanzentwicklung ab. Die Finanzsituation sei "weiterhin erfreulich stabil", sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, am Montag.

Mit Blick auf den Zusatzbeitrag, der zurzeit bei rund ein Prozent des Bruttolohns liegt, schloss sie eine Senkung nicht aus: "Wir gehen jedenfalls nicht davon aus, dass er steigen wird." Pfeiffer betonte, für die nächsten Jahre gebe es aber eine Reihe von globalen Risiken, die sich negativ auf die Konjunktur und damit auf die Beitragszahlungen auswirken könnten. Zudem sei die Ausgabenrelevanz der Reformen der vergangenen Wahlperiode
noch nicht absehbar. Auch in der laufenden Legislaturperiode
gebe es Bereiche, insbesondere die geplanten Reformen bei
Krankenhäusern und Pflege, "die richtig ins Geld gehen werden".

Im ersten Quartal dieses Jahres konnten die 110 Kassen laut Pfeiffer einen Finanzüberschuss von 416 Millionen Euro einfahren. Während die Ausgaben um 2,5 Prozent stiegen, wuchsen
die Einnahmen um 2,6 Prozent. Vor einem Jahr stand am
Quartalsende ein Plus von 612 Millionen Euro.

(felt/Reuters)