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Düsseldorf: Gewerkschaft mobilisiert zu Kundgebung bei Vodafone

Düsseldorf : Gewerkschaft mobilisiert zu Kundgebung bei Vodafone

Der Streit beim Mobilfunker Vodafone wegen des geplantes Abbaus von rund 500 Stellen sowie der Ausgründung einer Servicefirma mit viel niedrigeren Gehältern eskaliert weiter. Nachdem die Geschäftsführung für nächsten Freitag die Eröffnung der neuen Konzernzentrale aus Sorge vor Protesten absagte, organisieren IG Metall und Betriebsräte nun davon unabhängig eine große Kundgebung am Freitag. Dafür könnten einige Tausend Mitarbeiter von externen Standorten anreisen und direkt vor der neuen Zentrale demonstrieren. "Aufruhr bei Vodafone", kommentiert das "Handelsblatt" den Vorgang. "Fehde statt Fete", schreibt die "Deutsche Presse Agentur".

Wie ernst die Lage ist, zeigt außerdem eine neue Attacke der Telekom. Das Unternehmen kündigte an, rund 100 neue Shops in Deutschland aufzubauen, um Kunden besser betreuen zu können. Der neue Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum will dagegen zwar in ausgewählten "Flagshipstores" Kunden deutlich besser als bisher betreuen, plant aber ansonsten eher einen Abbau der Läden in Deutschland.

Als Vorbild für Vodafone wird gesehen, wie die Telekom vor einigen Jahren ihren gesamten Servicebereich in eine spezielle Firma mit niedrigeren Tarifen übergab. Doch während bei Vodafone für die neue Firma von Einstiegsgehältern von 1500 Euro im Monat gesprochen wird, zahlt die Telekom anscheinend rund 20 Prozent mehr. "In Verhandlungen können sich ja noch Kompromisse ergeben", kommentiert ein Vodafone-Manager die Gehälter.

(RP)