Verkauf der WestLB-Tochter scheitert: WestImmo wohl ein Fall für Bad Bank

Verkauf der WestLB-Tochter scheitert : WestImmo wohl ein Fall für Bad Bank

Der Verkauf der WestLB-Tochter WestImmo an den Finanzinvestor Apollo ist gescheitert. Für die Landesbank sei eine Veräußerung ihrer Immobilienbank "im aktuellen Marktumfeld und zu den vorgelegten Bedingungen mit hohen potenziellen Risiken verbunden und ökonomisch nicht vertretbar", teilte die Landesbank in Düsseldorf mit.

Andere Interessenten gibt es Finanzkreisen zufolge nicht. Die Immobilien-Tochter mit Sitz in Mainz werde nun vermutlich in die Bad Bank der WestLB ausgelagert und abgewickelt.
Bei der WestImmo arbeiten derzeit noch 400 Beschäftigte.

Ursprünglich sollte Apollo das Pfandbriefgeschäft der Immobilienbank übernehmen und weiterführen. Doch der Investor habe dafür zuletzt einen "nicht akzeptablen" Kaufpreis geboten, teilte die WestLB mit. Auch seien die Geschäftsaussichten für Pfandbriefbanken deutlich schlechter geworden.

Das habe die Risiken für die WestLB und deren Besitzer erhöht, nachträglich für Verbindlichkeiten der WestImmo in Haftung genommen zu werden.

Die WestLB war während der Finanzkrise in erhebliche Schieflage geraten und mit Staatsmilliarden unterstützt worden. Die Subventionen mussten von der EU-Kommission genehmigt werden. Sie machte dafür unter anderem zur Bedingung, dass die Bank erheblich schrumpft.

Die NRW-Landesregierung, die dortigen Sparkassen und der Bund einigten sich schließlich auf eine Zerschlagung des Instituts. Eine Verbundbank mit rund 400 Beschäftigten soll die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) übernehmen. Andere Konzernteile sollen in die Bad Bank verschoben oder verkauft werden.

Im Oktober war bereits die Privatbank HSBC Trinkhaus aus dem Bieterprozess um Teile der Landesbank ausgestiegen.

(AFP)
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