Experten sehen Gipfel erreicht Fed erhöht US-Leitzins auf 5,25 bis 5,50 Prozent

Washington · Im Kampf gegen die Inflation erhöht die US-Notenbank ihren Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte. Damit liegt er nun in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch mitteilte.

Das Gebäude der Federal Reserve (Fed) in Washington. (Symbolfoto)

Das Gebäude der Federal Reserve (Fed) in Washington. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Patrick Semansky

Die US-Notenbank Federal Reserve treibt den Leitzins nach einer Pause nochmals in die Höhe. Sie hob ihn am Mittwoch um einen viertel Prozentpunkt an - auf die neue Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten unisono damit gerechnet. Nur eine Minderheit von ihnen erwartet jedoch, dass die Fed im September noch nachlegt. Damit könnte der Zinsgipfel nun erreicht sein. Die US-Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell hatten im Juni die Füße still gehalten. Zugleich signalisierten sie damals, dass sie zur Bekämpfung der hohen Inflation noch bis zu zwei Anhebungen für dieses Jahr ins Auge fassten.

Sinkende Energiepreise sorgten zuletzt allerdings dafür, dass die Teuerungsrate in den USA im Juni um einen vollen Punkt auf 3,0 Prozent zurückging - der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahren. Die Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an, die nun allmählich in Sichtweite kommt. Der jetzt vollzogene elfte Zinsschritt nach oben könnte somit nach Ansicht vieler Experten zugleich der letzte sein. Beobachter erhofften sich von der Pressekonferenz Powells (ab 20.30 Uhr MESZ) Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs.

KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib verweist darauf, dass der Preisdruck zuletzt auf breiter Front nachgelassen habe. Falls sich diese gute Entwicklung bis zur Fed-Sitzung im September fortsetze, werde die US-Notenbank voraussichtlich von weiteren Zinsschritten absehen: „Die letzten Datenpunkte haben die Hoffnung genährt, die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, ohne die Konjunktur zu sehr abzuwürgen“, so die Expertin.

(albu/Reuters/dpa)
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