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Asien: US-Haushaltsstreit belastet Aktienmärkte

Asien : US-Haushaltsstreit belastet Aktienmärkte

Der ungelöste US-Haushaltsstreit hat am Donnerstag auch die asiatischen Aktienmärkte belastet. Die meisten Indizes verbuchten Kursverluste. In Tokio sorgten im späteren Geschäft Medienberichte über eine Steuerentlastung von Firmen in Japan dagegen für bessere Stimmung.

Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei drehte ins Plus und schloss 1,22 Prozent fester bei 14.799 Punkten. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte nach anfänglichen Verlusten kaum verändert. Der ungelöste US-Haushaltsstreit hatte bereits zuvor den Anlegern an der Wall Street die Kauflaune verdorben.

Alle drei wichtigen New Yorker Indizes schlossen schwächer: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 15.273 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 1692 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,2 Prozent bei 3761 Stellen aus dem Handel.

Sollte es den Amerikanern nicht gelingen, die gesetzliche Schuldenobergrenze anzuheben, sind die Bundesbehörden nach Einschätzung von Experten ab Mitte Oktober zahlungsunfähig. Noch gebe es Hoffnung auf eine Einigung in letzter Minute, hieß es bei Händlern. Investoren seien wegen der unsicheren Lage weder bereit auszusteigen noch einzusteigen, sagte Analyst Rick Meckler von LibertyView.

Für die Märkte ist das Problem aber nicht neu, da sich bereits zum Jahreswechsel 2012/13 der US-Kongress nicht rechtzeitig auf eine Lösung verständigen konnte. Zum 1. Januar traten dann zunächst automatische Ausgabenkürzungen in Kraft. In der Vergangenheit hat sich der Streit auf den Dollar negativ ausgewirkt, ebenso auf die Aktienmärkte. Beim Erreichen einer politischen Lösung gingen die Märkte dann wieder hoch.

Für den Stimmungswechsel in Japan sorgte ein Bericht der Agentur Kyodo, wonach die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe in der nahen Zukunft ein Wirtschaftspaket vorstellen will, das auch geringere Unternehmenssteuern enthalten könnte.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von Advantest hervor: Die Titel des Chipausrüsters sanken zeitweise auf ein Neunmonatstief und schlossen vier Prozent schwächer. Die Firma stellte zuvor den dritten Jahresverlust in Folge in Aussicht.

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(REU)