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Steuereinnahmen erholen sich vom Corona-Schock - Kräftiges Plus

Kräftiges Plus : Steuereinnahmen erholen sich vom Corona-Schock

Im Juli sind die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vormonat um 25 Prozent gestiegen - wohl vor allem wegen der Gastronomie. Auf dem Niveau vor der Corona-Krise sind die Zahlen allerdings noch lange nicht angekommen.

Fünf Monate nach Beginn der Corona-Pandemie erholen sich die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern. Das Statistische Bundesamt hat am Freitag die bereinigten Einnahmen im Juli 2020 mit dem Vorkrisenmonat Februar verglichen. Nach zum Teil zweistelligen Rückgängen im März und April sanken sie um drei Prozent.

Im Vergleich zum Juni stiegen die Einnahmen aus Gemeinschaftsteuern im Juli um 25 Prozent. „Allerdings wurde das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht“, berichteten die Statistiker. Zu den Gemeinschaftssteuern gehören zum Beispiel Umsatz-, Einkommens-, Lohn- und Körperschaftsteuer.

Auch die Einnahmen aus Bundes- und Landessteuern haben sich die Statistiker angeschaut. Sie sanken im Juli im Vergleich zum Februar um 7,5 beziehungsweise 5,5 Prozent. Dass sich die Steuereinnahmen erholen, lässt sich laut Destatis „auf wiedereröffnete Läden und Restaurants, aber auch auf nachgeholte Steuerzahlungen zurückführen, für die zuvor ein Aufschub gewährt worden war“.

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gingen besonders die Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer zurück - von Februar auf Juli um 92,1 Prozent. Die Einnahmen aus der Biersteuer sanken um 17,2 Prozent, aus der Energiesteuer um 9,3 Prozent. „Zuletzt zeigte sich zwar auch hier eine Erholung“, berichtete Destatis: Im Vergleich zum Juni legten die Einnahmen aus der Biersteuer um 89,2 Prozent zu, aus der Energiesteuer um 25,9 Prozent und aus der Luftverkehrsteuer sogar um 463 Prozent.

(cpas/dpa)