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Bundesbank-Monatsbericht: Schuldenkrise dämpft Konjunkturaussichten

Bundesbank-Monatsbericht : Schuldenkrise dämpft Konjunkturaussichten

Die deutsche Wirtschaft kann sich nach Einschätzung der Bundesbank den Turbulenzen der Euro-Schuldenkrise nicht mehr völlig entziehen. "Die Konjunktur in Deutschland könnte nach der Jahresmitte stärker als bisher durch die Verunsicherung im Euro-Raum beeinträchtigt werden", erklärte die Notenbank in ihrem Monatsbericht.

Mit einem Konjunktureinbruch rechnen die Experten allerdings nicht. Die Aussichten für den privaten Konsum seien nach wie vor günstig, die Baunachfrage anhaltend kräftig. Der Export sollte von der Nachfrage außerhalb der EU profitieren.

Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen und damit etwas schwächer als zu Jahresbeginn. Von Januar bis März hatte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal noch um 0,5 Prozent zugelegt. Getragen wurde das Wachstum im zweiten Vierteljahr vom Binnenkonsum und dem Export. Die durch die Euro-Krise verunsicherten Unternehmen hielten sich mit Investitionen dagegen zurück.

Das Haushaltsdefizit wird nach Einschätzung der Bundesbank weiter zurückgehen. Die gesunkene Arbeitslosigkeit entlastet die Arbeitslosenversicherung und sorgt für steigende Einnahmen bei der Rentenversicherung. Zudem erfreut sich Deutschland bei Investoren großer Beliebtheit und kann sich billig Geld leihen.

Die Bundesregierung will nach früheren Angaben das Defizit in diesem Jahr auf rund 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung senken - und damit die vorgeschriebene EU-Obergrenze von 3 Prozent klar einhalten. Im vergangenen Jahr war das Defizit auf 1 Prozent zurückgegangen.

Bei der Staatsverschuldung erwartet die Notenbank dagegen einen Anstieg gegenüber der Schuldenquote von 81,2 Prozent im Jahr 2011. "Die mit der Auflösung der WestLB und den Europäischen Hilfsmechanismen verbundenen Schuldeneffekte überwiegen hier den im Prinzip angelegten Abwärtstrend", hieß es im Monatsbericht.

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(dpa)