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Kluft zwischen Beamten und Angestellten wächst: Pensionen steigen zehn Mal stärker als Renten

Kluft zwischen Beamten und Angestellten wächst : Pensionen steigen zehn Mal stärker als Renten

Am 1. August werden die Beamten-Pensionen zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben - um 1,2 Prozent. Damit steigen die Bezüge zehn Mal so stark wie für Rentner im Westen Deutschlands. Das Innenministerium sieht trotzdem "keinerlei Nachholbedarf".

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung profitieren die pensionierten Bundesbeamten von der letzten Besoldungsrunde, die im Juni vergangenen Jahres vom Bundestag abgesegnet wurde.

Dabei waren die Dienst- und Versorgungsbezüge von Beamten, Richtern und Soldaten rückwirkend 1. März 2012 um 3,3 Prozent und zum 1. Januar 2013 sowie 1. August 2013 um jeweils 1,2 Prozent angehoben worden.

Dagegen stiegen die Renten im Westen nach Berechnungen der "Bild" nur um 0,25 Prozent . Schuld sind geringe Lohnerhöhungen und nachgeholte Kürzungen aus den Vorjahren.

Im Vergleich zu den Beamtenpensionen stiegen die Renten im Westen also nur um ein Zehntel. Anders sieht das im Osten Deutschlands aus: In den neuen Bundesländern stieg die Rente zum 1. Juli um 3,29 Prozent an.

Trotz der Kluft zwischen den Angestellten im öffentlichen Dienst und den Beziehern gesetzlicher Rente sieht das Bundesinnenministerium keine Notwendigkeit für Einschnitte bei den Pensionen.

Es gebe "keinerlei Nachholbedarf" für "niveaureduzierende bzw. ausgabendämpfende Maßnahmen", zitiert die "Bild"-Zeitung aus einem Prüfbericht des Ministeriums.

(jre)