Ölpreis steigt auf Vier-Monats-Hoch

Nach Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien : Ölpreis steigt auf Vier-Monats-Hoch

Die Verknappung des weltweiten Öl-Angebots nach den Angriffen auf saudiarabische Raffinerien hat den Ölpreis auf den höchsten Stand seit vier Monaten getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um zehn Prozent auf 66,51 Dollar.

Ein Barrel US-Leitöl um neun Prozent auf 59,96 Dollar, nachdem die Produktion in zwei saudischen Ölförderanlagen nach Drohnenangriffen gedrosselt werden musste. Der Ausfall betrifft rund fünf Prozent des weltweiten Ölangebots. Die steigenden Ölpreise hievten die Aktien asiatischer Energiekonzerne wie PetroChina oder China Petroleum um bis zu vier Prozent ins Plus.

Vom Iran unterstützte jemenitische Rebellen bekannten sich zu dem Anschlag auf zwei Werke des saudischen Konzerns Saudi Aramco. Die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten verteuerte die Anlagen in sogenannte sichere Häfen. So stieg der Goldpreis im frühen Handel in Asien um ein Prozent. "Wenn den Anlegern der Risikoappetit vergeht wegen der Sorgen vor Vergeltungsmaßnahmen, könnten einige Schwellenländer unter doppelten Druck geraten", sagte Mitul Kotecha, Spezialist für dieses Gebiet bei TD Securities.

Die Märkte in Japan blieben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, weshalb sich die Liquidität an den asiatischen Märkten in Grenzen hielt. Der MSCI-Index asiatischer Aktien außerhalb Japans kletterte ein halbes Prozent auf 515,59 Punkte. Dämpfend wirkten sich die Daten zur chinesischen Industrieproduktion aus, die mit einer Wachstumsrate von 4,4 Prozent im August so langsam wuchs wie seit 17 einhalb nicht mehr.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,81 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0712 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9880 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1073 Dollar und gab 0,2 Prozent auf 1,0941 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2476 Dollar.

(felt/Reuters)
Mehr von RP ONLINE