OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland ab

Handelskrieg zwischen USA und China: OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland ab

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hinterlässt Spuren: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht deshalb größere Risiken für die Weltwirtschaft.

"Das Vertrauen ist gesunken, Handel und Investitionen entwickeln sich langsamer als erwartet", heißt es im Herbst-Konjunkturbericht. Auch ihre Wachstumsprognose für Deutschland senkte die OECD ab.

Die Organisation rechnet nur noch mit einem deutschen Wachstum von 1,9 Prozent in diesem Jahr, 0,2 Punkte weniger als Ende Mai vorausgesagt. Für das kommende Jahr prognostiziert die OECD 1,8 Prozent und damit 0,3 Punkte weniger.

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Auch die Eurozone insgesamt leidet unter den Unsicherheiten: Die Wirtschaft der 19 Länder mit der Gemeinschaftswährung wächst demnach im Schnitt um 2,0 Prozent in diesem Jahr und um 1,9 Prozent im kommenden (jeweils minus 0,2 Punkte).

Das weltweite Wachstum verlangsamt sich in den beiden Jahren laut der Prognose auf 3,7 Prozent. Die USA und China bekommen die Auswirkungen ihres Handelsstreits dagegen vorerst kaum zu spüren: Für die USA sagt die OECD nahezu unverändert 2,9 Prozent in diesem und 2,7 Prozent im kommenden Jahr voraus. Für China bleibt sie bei 6,7 Prozent im Jahr 2018 und 6,4 Prozent im kommenden.

(ham/AFP)
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