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Motorrad-Versicherung: Prüfen lohnt sich

Stichtag für Saisonkennzeichen : Überprüfung der Motorradversicherung lohnt sich

Für viele Motorradfahrer mit Saisonkennzeichen ist der 28. Februar der Stichtag, um ihre bestehende Motorradversicherung zu kündigen und eine neue, preiswertere abzuschließen. So lassen sich leicht mehr als 100 Euro im Jahr sparen.

Motorradfahren boomt: 2014 waren laut Kraftfahrtbundesamt erstmals mehr als vier Millionen Motorräder in Deutschland zugelassen. Für die Fahrer lohnt es sich, einmal im Jahr ihre Versicherung zu überprüfen. Anders als beim Auto ist der Wechselzeitpunkt bei den Zweirädern allerdings unterschiedlich — es kommt auf den jeweiligen Vertrag an. Es gilt immer eine Frist von einem Monat zur sogenannten Hauptfälligkeit. Die steht im Versicherungsschein. Viele Saisonkennzeichen gelten ab April. So lässt sich die alte Motorradversicherung bis Ende Februar kündigen.

Mofa-, Moped- und 50er-Roller-Fahrer brauchen jedes Jahr ab 1. März ein neues Versicherungskennzeichen, das sie direkt bei der Versicherung erhalten. Das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat alle für Motorradversicherungen relevanten Vergleichsportale im Internet anhand von 15 Musterprofilen getestet. In zwölf von 15 Fällen lieferte die Datenbank nafiauto.de den besten Preis.

Allerdings können Verbraucher auf diesem Portal keine Versicherung direkt abschließen. Dafür müssten sie bei der ausgewählten Versicherung ihre Daten erneut eingeben. Wer sich den Aufwand dafür sparen möchte, kann auf die Seite verbraucherforum-info.de gehen. Das Portal ist eine leicht abgewandelte Version des Rechners von Nafi-Auto. Die Preise waren im Test durchschnittlich 6,30 Euro teurer als bei Nafi-Auto selbst, dafür sind die Tarife dort aber direkt abschließbar. Bei dem Portal-Marktführer Check24 war die Jahresprämie im Schnitt der 15 Fälle 63,76 Euro teurer als beim Testsieger.

Für den Vergleich der Versicherungen ist jedoch nicht allein der Preis entscheidend, sondern auch die Leistung. Wichtig für die Motorradversicherung ist grundsätzlich eine erhöhte Deckungssumme von 50 oder 100 Millionen Euro, rät Finanztip. Außerdem sollte der Versicherungsschutz auch Fälle grober Fahrlässigkeit abdecken und die Option "erweiterte Wildschäden" beinhalten. Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich eher bei teuren und neuen Krafträdern. Aufgrund der Diebstahlgefahr und zum Schutz gegen Wildschäden ist die Teilkasko hingegen für viele interessant und meist auch bezahlbar.

Um zu sparen, sollten Motorradfahrer möglichst Saisonkennzeichen nutzen, den Fahrerkreis klein halten, einen sicheren Abstellort wählen und jährlich zahlen. Auch das gewählte Modell macht einen großen Unterschied beim Preis für die Versicherung. Motorräder, die junge, risikobereite Fahrer ansprechen, sind viel teurer.