1. Wirtschaft
  2. Finanzen

Kein Kredit ohne Schufa-Auskunft

Kein Kredit ohne Schufa-Auskunft

Die Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung ist vielen Verbrauchern unter dieser Langbezeichnung kaum geläufig. Das Akronym Schufa hingegen ist für die meisten Deutschen ein Begriff, wenn auch selten einer, der positiv besetzt ist. Denn die Schufa ist, anders als von vielen angenommen, keine öffentliche Institution, sondern ein privatrechtlich organisiertes Wirtschaftsunternehmen, das sich selber finanzieren muss.

Das klappt durchaus gut, denn die Schufa soll dafür sorgen, dass Banken, Versicherungen, Versandhändler und Anbieter von Telekommunikationsdiensten nur an solche Kunden Kredite vergeben oder in Vorleistung gehen, bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass diese auch solvent und zahlungsbereit sind.

Nun kann die Schufa naturgemäß nicht in die Zukunft blicken und so voraussagen, welche Kredite gefährdet sind und welche Schuldner ihren Verpflichtungen in drei oder zehn Jahren nicht mehr nachkommen. Statt dessen bewertet die Schufa Daten der Vergangenheit und erstellt daraus - ähnlich wie die bekannten Ratingagenturen - ein Profil, in dem das Risiko eines Ausfalls bewertet wird.

Aus diesem Grund wird heute kaum eine Transaktion auf dem Kreditmarkt für Verbraucher ohne eine Schufa-Auskunft mehr vorgenommen, Verbraucher müssen dieser Auskunft durch ihre Unterschrift zustimmen. Der Kreditgeber holt dann eine aktuelle Schufa-Auskunft ein und bewertet damit das Risiko.

Viele Verbraucher sind daher unsicher und fragen sich: Welche Daten sammelt die Schufa genau? Die Schufa ist hier um Transparenz bemüht, schließlich soll nicht grundsätzlich eine Kreditvergabe verhindert werden, im Gegenteil: Wer eine saubere Weste hat, der ist für die Kreditwirtschaft ein attraktiver Kunde und soll sogar gerne einen Kredit bekommen, schließlich sind die Aussichten auf eine Rückzahlung sehr gut.

Zu den ausgewerteten Daten zählen daher: Informationen über Giro- und Kreditkartenkonten, auch nach deren Auflösung, Daten aus Schuldnerverzeichnissen und Daten aus nicht vertragsmäßig abgewickelten Geschäften. Allerdings werden die Daten längstens drei Jahre aufbewahrt, wer länger schuldenfrei ist, sollte auch einen sauberen Schufa-Eintrag vorweisen können.