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US-Technologiebörse war offline: Handel an der Nasdaq läuft wieder

US-Technologiebörse war offline : Handel an der Nasdaq läuft wieder

Eine technische Panne hat den Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq am Donnerstag stundenlang lahmgelegt. Grund sei ein Softwareproblem, teilte der Börsenbetreiber Nasdaq OMX mit. Auch der Optionshandel war bis auf weiteres ausgesetzt worden.

Am Nachmittag (Ortszeit) konnte der Handel nach Behebung des Problems wieder aufgenommen werden. Der Handel kam gegen 12.14 Uhr Ortszeit (16.14 MEZ) bei einem Stand von 3631,17 Punkten zum Erliegen. Wie der Börsenbetreiber mitteilte, wurden trotz der Panne keine offenen Orders storniert. Kunden konnten jedoch ihrerseits Orders zurückrufen.

Es gab Schwierigkeiten bei der Übertragung der Kursdaten. An der Nasdaq sind über 3000 Unternehmen notiert. An der New York Exchange (NYSE) liefen die Geschäfte indes normal weiter. Erst am Dienstag hatte es eine Handelspanne an den US-Börsen gegeben. Die größte Investmentbank Goldman Sachs tätigte wegen technischer Probleme versehentlich eine Flut an Geschäften mit Aktienoptionen und versetzte damit den Markt kurzzeitig in Aufruhr.
Pannen beeinflussen immer wieder das Marktgeschehen. Im April legten zum Beispiel Software-Probleme die Derivate-Börse CBOE aus Chicago für einen halben Tag lahm.

Im Sommer 2012 sorgte der US-Aktienhändler Knight Capital für Schlagzeilen. Knight-Rechner hatten damals unbeabsichtigt den Markt mit Orders geflutet und für Chaos gesorgt. Dem Unternehmen entstand ein Verlust von 440 Millionen Dollar. Das Handelshaus stand dadurch vor dem Kollaps, musste von mehreren Investoren gerettet werden. In Erinnerung ist an der Wall Street zudem noch der sogenannte Flash Crash aus dem Jahr 2010. Damals fiel der Kurs des Standardwerte-Index Dow Jones binnen Minuten um rund 1000 Punkte. Hier lösten Computerprogramme von Hochfrequenz-Händlern eine Verkaufskaskade aus.

(REU)