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Griechenland: Rekord-Kurssturz an der Athener Börse bei Wiedereröffnung

Einbruch um knapp 23 Prozent : Rekord-Kurssturz an Athener Börse bei Wiedereröffnung

Nach einer fünfwöchigen Zwangspause wegen der Schuldenkrise hat die griechische Börse mit einem dramatischen Kurssturz wieder geöffnet.

Der Athener Leitindex stürzte zur Eröffnung am Montag um 22,9 Prozent auf ein Drei-Jahres-Tief von 615 Punkte ab. Der griechische Bankenindex fiel um 29,9 Prozent. Das ist ebenfalls ein Rekord-Kurssturz.

Der Präsident des Kapitalmarkt-Kommitees, Kostas Botopoulos, sagte dem griechischen Fernsehensender Skai, er rechne am ersten Verhandlungstag mit erheblichen Verlusten. "Die Börse (...) wird Druck bekommen. Das gilt auch für die Banken angesichts der Tatsache, dass sie rekapitalisiert werden sollen", sagte Botopoulos.

Es gelten Einschränkungen: Anleger, die ihr Geld bei griechischen Banken haben, werden bis aus Weiteres nur dann Aktien kaufen oder verkaufen können, wenn sie dafür Geldmittel aus dem Ausland bringen oder Bargeld anlegen, erklärte Botopoulos.

Die Börse war am 26. Juni parallel zu den griechischen Banken geschlossen worden; die Kreditinstitute haben bereits seit dem 20. Juli wieder geöffnet. Es gelten jedoch weiterhin Beschränkungen für Abhebungen.

Vor allem die Aktienkurse der griechischen Banken werden kritisch beobachtet, da Sparer innerhalb der vergangenen sechs Monate Milliarden von Euro von ihren Konten abgehoben haben. Nach Angaben des griechischen Bankenverbands wurde seit Dezember Kapital in Höhe von 40 Milliarden Euro abgezogen.

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(AFP/rtr/dpa)