Geforderte Abschaffung der Abgeltungsteuer Sparern drohen neue Belastungen

Berlin · Die von mehreren Parteien geforderte Abschaffung der Abgeltungsteuer nach 2017 würde Kleinsparer zusätzlich belasten. Das geht aus Berechnungen des Steuerzahlerbundes für unsere Redaktion hervor.

 SPD, Grüne, Linkspartei, die CSU und auch Teile der CDU wollen die Abgeltungsteuer von derzeit 25 Prozent auf Kapitalerträge abschaffen.

SPD, Grüne, Linkspartei, die CSU und auch Teile der CDU wollen die Abgeltungsteuer von derzeit 25 Prozent auf Kapitalerträge abschaffen.

Foto: dpa, dan pzi fpt gfh

SPD, Grüne, Linkspartei, die CSU und auch Teile der CDU wollen die Abgeltungsteuer von derzeit 25 Prozent auf Kapitalerträge abschaffen. Durch den grenzüberschreitenden Abgleich von Steuerdaten sei die Gefahr der Steuerflucht der Kapitalanleger geringer geworden, lautet die Begründung. Kapitalerträge sollen nach den Plänen wieder dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet und mit dem persönlichen Steuersatz belastet werden.

"Wenn die Abgeltungsteuer fällt, drohen Steuererhöhungen auf breiter Front", sagte Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel. "Für Zinssparer könnte es schon ab einem Jahresbrutto von rund 20.000 Euro teurer werden", sagte er. "Das Ende der Abgeltungsteuer würde also auch Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen treffen."

Heftige Kritik ernteten gestern Überlegungen der SPD, einen Grundfreibetrag bei den Sozialabgaben einzuführen. Dadurch würden vor allem untere Einkommen entlastet. Wirtschaftsforscher rechneten mit enormen Kosten.

(mar)