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Ratingagentur hatte Bonität erneut gesenkt: Frankreich reagiert gelassen auf Herabstufung

Ratingagentur hatte Bonität erneut gesenkt : Frankreich reagiert gelassen auf Herabstufung

Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault hat gelassen auf die erneute Senkung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch die Ratingagentur Standard & Poor's reagiert.

Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault hat gelassen auf die erneute Senkung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch die Ratingagentur Standard & Poor's reagiert.

Frankreichs Note bleibe "unter den besten der Welt", sagte Ayrault am Freitag dem Radiosender France Bleu Provence. Die Agentur habe bei ihrer Analyse nicht alle von Frankreich eingeleiteten Reformen berücksichtigt, insbesondere die auf den Weg gebrachte Rentenreform, fügte der Premier hinzu. Zudem habe Standard & Poor's keinen negativen Ausblick gegeben.

Standard & Poor's hatte zuvor bekanntgegeben, Frankreichs Kreditwürdigkeit um eine Stufe von AA+ auf AA gsenket zu haben. Zur Begründung hieß es, Frankreich habe seinen finanziellen Handlungsspielraum verloren und sei nicht in der Lage gewesen, Reformen umzusetzen. Dies zeige sich an der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit im Land. Im vergangenen Jahr hatte Frankreich die Bestnote AAA verloren.

Ayrault verteidigte die Rentenreform. "Das ist eine gute Reform", sagte der Premier. Er zeigte sich überzeugt, dass das Gesetz bis Jahresende von der Nationalversammlung verabschiedet werde. Der Senat hatte die Vorlage abgewiesen. Die französische Regierung will die Beitragszeiten für die Rentenversicherung schrittweise auf 43 Jahre anheben. Das vergleichsweise niedrige Renteneintrittsalter von 62 Jahren will sie beibehalten. Ohne eine Reform droht der französischen Rentenkasse im Jahr 2020 ein Defizit von 20 Milliarden Euro.

(AFP)