EU-Kommission will Ein- und Zwei-Cent-Stücke abschaffen

Kampf dem Kleingeld : EU-Kommission will Ein- und Zwei-Cent-Stücke abschaffen

Die EU-Kommission plant einem Medienbericht zufolge die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Das spare die Herstellungskosten, die Mühe beim Zählen und den Transport.

Zum Arbeitsprogramm der Kommission, das am Mittwoch vorgestellt wird, gehöre laut „Süddeutscher Zeitung“ der „Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln“ mit dem Ziel, die kleinsten Münzen abzuschaffen, berichtete die Zeitung am Dienstag. Verwiesen werde auf einen Bericht der Kommission von 2018, wonach immer mehr Staaten mit der europäischen Gemeinschaftswährung dazu übergegangen seien, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen.

Das spare die Herstellungskosten für die Ein- und Zwei-Cent-Münzen, die Mühe beim Zählen sowie den Transport, zitierte die Zeitung weiter aus dem Bericht. Jährliche Umfragen der Kommission hätten zudem gezeigt, „dass es heute in keinem Land mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung dieser beiden Stückelungen gibt“.

Der Vorschlag, die Münzen abzuschaffen, kommt immer wieder auf. Im Januar 2019 forderten die Grünen ergebnislos den Kleingeld-Verzicht. In der niederrheinischen Stadt Kleve ist der Versuch bereits krachend gescheitert.

(lukra/AFP)