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Einkommen in NRW: Reallöhne im Jahr 2023 erstmals seit 2019 wieder gestiegen

Die Löhne und Gehälter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr erstmals seit 2019 real wieder gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf berichtete, stiegen die Bruttomonatsverdienste im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich preisbereinigt - also unter Berücksichtigung der Inflation - um 0,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Angaben zur Lohnentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft machte die Behörde nicht.

Die Nominallöhne, also die tatsächlich gezahlten Löhne, stiegen im Schnitt um sechs Prozent. Sie übertrafen damit den Anstieg der Verbraucherpreise, die durchschnittlich um 5,6 Prozent zulegten, wie das Landesamt weiter berichtete.

Einen Anstieg der Reallöhne hatte es zuletzt 2019 mit 0,7 Prozent gegeben. 2020 gingen die Löhne unterm Strich dann um 0,7 Prozent zurück - ebenso 2021 mit minus 0,1 Prozent und 2022 mit minus 4,4 Prozent.

Um die Kaufkraftverluste früherer Jahre auszugleichen, müssen die Reallöhne nach Berechnungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung weiter zulegen. Derzeit lägen die Tariflöhne nur auf dem Niveau von Mitte der 2010er-Jahre, heißt es in einer jüngst erschienenen Analyse.

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