Konzept zur Sicherung der Altersversorgung: DGB plant Beitragsanhebung für Renten

Konzept zur Sicherung der Altersversorgung : DGB plant Beitragsanhebung für Renten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will durch eine moderate Anhebung der Rentenbeiträge das Niveau der Altersversorgung in Deutschland langfristig sichern. Ein am Dienstag vom DGB vorgelegtes Konzept sieht vor, den Beitragssatz von derzeit 19,6 Prozent in jährlichen Schritten um je 0,1 Prozentpunkte für Versicherte und Arbeitgeber anzuheben. Im Jahr 2025 würde der Rentenbeitrag innerhalb des gesetzlichen Rahmens von 22 Prozent liegen.

Der DGB will durch dieses Konzept eine Demografiereserve schaffen, mit der die Sicherung des heutigen Rentenniveaus bis 2030 finanziert, die Erwerbsminderungsrente verbessert und die Rente mit 67 ausgesetzt werden könnten. "Das DGB-Rentenkonzept ist ein Angebot für ein Mindestprogramm, um den Absturz der Rente für die jungen Generationen aufzuhalten." Entscheidend sei, dass der Rentenbeitrag nicht gesenkt werde, sondern eine Demografiereserve aufgebaut wird, um die Sicherheit fürs Alter solidarisch zu verbessern.

Das DGB-Konzept bietet Planungssicherheit für Versicherte und Arbeitgeber. Drastische Beitragssprünge werden vermieden. Für Durchschnittsverdiener bedeutet dies jährlich einen zusätzlichen Beitrag von nur 2,60 Euro pro Monat, durch den die erheblichen Verbesserungen finanziert werden können.

Die von der Bundesregierung geplante Absenkung des Rentenniveaus um knapp 20 Prozent bis zum Jahr 2030 bezeichnete Buntenbach als unverantwortlich. "Ein solcher Sturzflug der Rente würde bedeuten, dass Altersarmut künftig die Mitte der Gesellschaft erreichen wird", warnte die Gewerkschaftsfunktionärin. "Wir fordern die Koalition deshalb eindringlich auf, den Rentenbeitrag nicht abzusenken." Angesichts der demografischen Herausforderungen sei es "geradezu schizophren", die Rücklagen praktisch aufzulösen. In wenigen Jahren wäre dann eine drastische Beitragserhöhung nötig, ohne dass die Entwertung der Rente aufgehalten wird.

(AFP)