Börse: Deutscher Aktienmarkt schließt mit Verlust

Börse: Deutscher Aktienmarkt schließt mit Verlust

Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax sank um 0,2 Prozent auf 6142 Zähler. Am Morgen war der Dax erstmals seit eineinhalb Jahren über 6200 Punkte gestiegen. "Das Momentum lässt nach. Die Hürde bei 6200 Punkten scheint noch eine Nummer zu hoch zu sein", sagte ein Händler. Der MDax verringerte sich um 0,6 Prozent auf 8141 Punkte und der TecDax verringerte sich um 1,3 Prozent auf 810 Punkte.

Auch an der New Yorker Wall Street notierten die Kurse im frühen Handel leichter. Der Dow-Jones-Index fiel bis 17.45 Uhr MESZ um 0,1 Prozent auf 10 880 Punkte zurück. Der Nasdaq Composite verringerte sich um 0,2 Prozent auf 2400 Zähler.

Der Euro wurde am Abend zu 1,3408 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3482 Dollar festgestellt hatte. Der Euro wird weiterhin durch die Situation in Griechenland geschwächt, wie Devisenhändler erläuterten.

Stärkster Verlierer im Dax waren ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 3,3 Prozent auf 25,19 Euro. Commerzbank fielen um 2,9 Prozent auf 6,38 Euro zurück. Infineon verringerten sich um 2,6 Prozent auf 5,04 Euro. Gesucht waren hingegen Metro mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 44,71 Euro. Der Vorstandschef Eckhard Cordes äußerte sich zuversichtlich, dass ein Kaufhof-Verkauf noch in diesem Jahr über die Bühne gehen könnte. Auch die Versorger E.ON und RWE waren mit einem Plus von jeweils rund 1,3 Prozent ebenfalls gefragt.

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In der zweiten Reihe standen vor allem ElringKlinger nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen unter Druck und verringerten sich um 6,2 Prozent auf 18,64 Punkte. Stada fielen um 3,4 Prozent auf 29,22 Euro zurück, nach zunächst Übernahmespekulationen das Papier getrieben hatten. Gefragt waren hingegen Fuchs Petrolub mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 72,88 Euro. Wacker Chemie verteuerten sich um 2,7 Prozent auf 109,40 Euro.

Im TecDax standen Wirecard erheblich unter Druck und brachen um 15 Prozent auf 6,35 Euro ein, zwischenzeitlich war das Minus sogar doppelt so hoch. Ein Internetportal hatte berichtet, dass gegen das Unternehmen Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche gestellt worden sei. Während die Münchener Staatsanwaltschaft lediglich den Eingang einer Anzeige bestätigte, wies eine Unternehmenssprecherin die Vorwürfe als "haltlos" zurück. Centrotherm gaben 6,5 Prozent auf 31,38 Euro nach. Stärkster Gewinner waren QSC mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 1,62 Euro.

(DDP/awei)